Literatur zum Krisenmanagement

Lagebild Bevölkerungsverhalten für ein effektives Krisenmanagement
Beschreibung
Wie elementar sozialwissenschaftliche Erkenntnisse für die Krisenbewältigung sind, hat besonders die Coronavirus-Pandemie gezeigt, in der das Bevölkerungsverhalten ein zentraler Dreh- und Angelpunkt für den gesamten Krisenverlauf war und ist. Derzeit wird das Wissen zum Bevölkerungsverhalten in Lagebildern häufig nicht berücksichtigt und kann daher durch Krisenstäbe nicht in ausreichendem Maße genutzt werden.Dies soll das Projekt „Lagebild Bevölkerungsverhalten für ein effektives staatliches Krisenmanagement (LB BevV)“ ändern, welches im Referat Psychosoziales Krisenmanagement im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) angesiedelt ist. Dieses Projekt bildet den Fokus dieses Artikels. Ein strategisches Ziel des Projekts ist es, Wissen zum Bevölkerungsverhalten stärker in das staatliche Krisenmanagement zu integrieren. Damit einhergehend gilt es, die differenzierte Einbeziehung der Bevölkerung für die Bewältigung von Krisen und Katastrophen zu standardisieren. Darüber hinaus kann mithilfe des Lagebilds Bevölkerungsverhalten staatliches Handeln die Bewältigungskompetenzen von Betroffenen besser unterstützen, weil so z.?B. die Bedarfe, Bedürfnisse und Ressourcen der Bevölkerung aufgezeigt werden können. Dadurch können staatliche Maßnahmen gezielt angepasst werden.Innerhalb des Projekts LB BevV sind weitere BBK-geförderte Forschungsprojekte angesiedelt mit dem Ziel, den menschzentrierten Bevölkerungsschutz mithilfe von wissenschaftlichen Erkenntnissen zu stärken. Die Ergebnisse der Forschungsprojekte fließen in das Projekt LB BevV mit ein. Das Lagebild wurde in einer Testphase alle 2 Wochen auf Basis von Daten und Erkenntnissen aus öffentlich zugänglichen Studien erstellt und verschiedenen Bedarfsträgern zur Verfügung gestellt.
Erschienen
2022
Themen
Krisenbewältigung
Krisenbewertung & Lagebild
Autor*innen
Schopp, Nathalie
Schüler, Charline
Tondorf, Volker
Schüller, Lynn
Zeitschrift
Bundesgesundheitsblatt
Band
65
DOI
10.1007/s00103-022-03583-2